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Soziale Ungleichheit und Ungerechtigkeit

Date Added: November 17, 2007 07:26:53 PM
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Soziale Ungerechtigkeit spaltet die Gesellschaft. In Deutschland werden dem Durchschnittsbürger zwar Chancen des sozialen Aufstiegs geboten, jedoch ist es fast nirgendwo schwerer diese Chancen zu nutzen. Diese negative Tendenz zieht sich durch alle Altersklassen.

Die Ungerechtigkeit beginnt schon in der Schule. Statistiken belegen, dass in Deutschland die Verknüpfung von sozialem Stand und Schullaufbahn enger ist als in vergleichbaren westlichen Industrieländern. Das mag auch daran liegen, dass die Schüler in vielen Bundesländern bereits nach der 4. Klasse im Alter von zehn Jahren auf drei Schulformen verteilt werden, was im europäischen Vergleich als früh erscheint. Das dreigleisige Schulsystem ist zudem derart streng gegliedert, dass es kaum zu Schulwechseln im Sinne von Aufstiegen kommt. Im Gegenteil scheitert eher mal ein Kind, an den Ansprüchen und steigt sozusagen eine Schulform ab. In Zeiten der PISA-Studie, schicken immer mehr vermögende Eltern ihre Kinder auf Privatschulen und gleichzeitig verschärft sich die Situation an vielen Schulen in sozialen Brennpunkten immer mehr.

-Schon in jungen Jahren driften soziale Schichten merklich auseinander.-
Lässt man die Schulzeit hinter sich, verringert sich die Ungerechtigkeit nicht. An Hand der beiden Extreme Studiengebühren und Hauptschulabschluss ist diese Entwicklung ziemlich gut auszumachen. Man muss also nicht nur intelligent, sondern auch finanziell gesegnet sein um eine Akademikerlaufbahn einzuschlagen und der geringste Schulabschluss ist im Falle einer Bewerbung hingegen eigentlich gar nichts mehr wert.

-Eine Kluft der sozialen Ungerrechtigkeit ist klar zu erkennen.-
Im Job angekommen sieht man sich dem wieder gegenübergestellt. Dank der Globalisierung verlagern große Industriezweige Arbeitsplätze ins günstigere Ausland und Manager statten sich nicht selten mit horrenden Gehaltsbezügen aus. Gleichzeitig steigen die Preise für Rohöl oder Energie stetig, was immensen Einfluss auf den Lebensstandard eines Durchschnittsbürgers nimmt, jedoch bezieht man nicht verhältnismäßig mehr Verdienst aus den daraus resultierenden Gewinnen.

-Man befindet sich offenbar in zwei unterschiedlichen Welten.-
Ähnlich verhält es sich mit den Älteren unserer Gesellschaft. Mehreren Null- runden bei den Rentenbezügen stehen gestiegene Lebenskosten zu Schulden der Milliardengewinne der großen Unternehmen auf der anderen Seite gegenüber. Die Folge ist, dass viele von ihnen über das eigentliche Rentenalter hinaus sich etwas dazuverdienen müssen. Der momentane wirtschaftliche Aufschwung scheint all diese negativen Tendenzen noch zu verstärken, solang er nicht beim "kleinen Mann" ankommt. Natürlich muss man einer sich erholenden Wirtschaft Geduld zukommen lassen, doch gerade die lassen viele Vorstände und Aufsichtsräte vermissen, wenn sie ihre Bezüge dem gestiegenen Erwirtschafteten anpassen, die der Angestellten aber nicht.

Sicherlich ist diese Vision etwas überzeichnet, jedoch nützen Euphemismen an dieser Stelle nichts und das Auseinanderdriften ist unübersehbar.



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