Stellen Sie sich vor, Sie sind eingeladen worden und sitzen nun mit 10 anderen Ihnen unbekannten Menschen in einem Wohnzimmer, dass Sie noch nie gesehen haben. Ausserdem haben Sie keinerlei Ahung was nun auf Sie zukommt! Sie kennen das und sie waren nicht bei Deutschland sucht den Superstar? Dann haben Sie sich sicherlich bereits einmal für eine Zimmer in einer Studenten WG als Alternative zu einer eigenen Wohnung beworben.
Dass dabei einige andere Kriterien zu beachten sind, als wenn man sich eine eigene Wohnung sucht, ist klar.
Zunächst einmal muss man schon bei der Suche nach dieser die eher ungewöhnlichen Wege gehen und an Universitäten suchen! Danach kommt man oft in die Lage, da man nicht der einzige Bewerber ist, dass man zu einer Vorstellungsrunde mit den anderen Bewerbern eingeladen wird. Was dort passiert unterliegt ganz der Kreativität der jetztigen Bewohner.
Selbst wenn man alle Tests besteht, sollte man selbst auch einige Kriterien aufstellen, die die Wohnung und die Bewohner erfüllen sollten. Dies könnte zum Beispiel die Sauberkeit in Küche und Bad, Nichtraucher oder einfach der Charakter der Mitbewohner sein, die man schliesslich mehr als einmal täglich sehen wird!
Die einfachere Variante ist, eine eigene WG mit einer bekannten Person zu gründen. Da dies aber nur in den seltensten Fällen bereits am Anfang des Studiums klappt, muss man sich doch auf Variante eins verlassen.
Im Gegensatz zur eigenen Wohnung bietet die WG viele Vorteile. So ist man abends, wenn man den anonymen Uni-alltag verlässt selten allein und braucht nicht mehr weit zu fahren oder in die Stadt zu gehen, um Freunde zu treffen. Meist sind diese Wohnungen auch billiger und bieten gleichzeitig mehr Komfort, da oftmals ein Gemeinschaftswohnzimmer vorhanden ist und der eine oder andere vielleicht doch eine Waschmaschine mitbringt. Anschaffungskonsten für Neuerwerbungen können auch geteilt werden. Wenn der Alltag mit Putz- und Kochplan reibungslos klappt, kann eine WG sehr erfüllend und lebensbereichernd sein.
Leider bietet eine WG unter Studenten nicht nur Vorteile. Die beim Bewerbungsgespräch vor glanz strahlende Küche kann eine einmalige Leistung gewesen sein, sodass sich der daneben aufgehängt Putzplan nur als ein Stück Papier ohne Wert entpuppt. Auch ist es schwer, die Mitbewohner bei nur einem Treffen hinsichtlich ihrer Tauglichkeit für eine WG zu bewerten. Menschen, die lange und viel feiern, oder die kein Interesse daran haben, das WGleben mit ihrer Anwesenheit zu bereichern, können schnell stören. Sich unterordnen zu können ist dabei zweifelsfrei notwendig, genauso die Rücksichtnahme auf die anderen Bewohner, sonst kann es schnell eskalieren.
Hinsichtlich dessen, kann es für Menschen, die gerne nur so leben, wie sie es sich vorstellen und die nicht anpassungsfähig sind besser sein, eine eigene Wohnung zu beziehen. Dort können sie es sich so einrichten, wie sie wollen und können putzen und kochen, oder eben auch nicht. Wer sich nicht entscheiden kann, sollte einige Bewerbungsgespräche für verschiedene WGs besuchen, dann ist die Entscheidung pro oder contra einer WG schnell gefunden! |